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Twenty.
Beitrag wurde erstellt am Montag, 28. September 2020
Autor: Ray Singca |
Career
Schlusssirene. Kurz davor noch ein Wurf aus dem eigenen Halbfeld, der mit etwas Glück sogar noch den Weg in den Korb findet. Nur ein kleines unbedeutendes persönliches Highlight und genauso schnell schon wieder abgehakt. Klar, ein Buzzer Beater. Tolle Sache. Aber eigentlich bedeutungslos. Game Winner? Nein. Season-Saving? Keineswegs. Der Wurf markierte lediglich den Abschluss einer deutlichen 71:94 Niederlage. Eine Niederlage, welche (eigentlich) schlussendlich ganz final und unwiderruflich den Abstieg zurück in die H2 besiegeln sollte.
Dass Mitte März ausgerechnet dieser Wurf dann aber auch tatsächlich den Schlusspunkt unter zwanzig Jahre im Vereinsbasketball setzen würde, habe ich in dem Moment nicht gedacht. Genauso wenig, dass eine Pandemie meine 20. Saison beenden würde. Das war während des Lockdowns ein komisches Gefühl. Es fühlte sich einfach unvollendet an und ich war gedanklich auch nicht davon ausgegangen, dass genau dieses Spiel das letzte in dieser Saison sein würde. Doch unterm Strich war es dann genau so.

Das wichtigste sind Erinnerungen. Das ist das schönste was man haben kann.
Nichtsdestotrotz habe ich mir schon vor und im Laufe der Saison viele Gedanken darüber gemacht und während des Lockdowns dann sowieso. Da sind jetzt einfach zwanzig Jahre an mir vorbeigezogen. Ja, Z.W.A.N.Z.I.G. . Ich bin 33 Jahre alt und knappe zwei Drittel davon Basketballer. Irgendwie absurd, wenn man darüber nachdenkt aber irgendwie auch ein persönlicher Meilenstein auf den ich schon ein wenig stolz bin. Da kommt man ein wenig ins Nachdenken und findet sich bald in verschiedenen Erinnerungen wieder.
Bastian SCHWEINSTEIGER fasst das in seiner Doku irgendwie schön zusammen: "Das wichtigste sind Erinnerungen. Das ist das schönste was man haben kann." Und genau dieses Zitat hat mich in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt. Immer wieder dachte ich dabei an vergangene Trainings, Spiele, Siege, Misserfolge und andere Erlebnisse rund um den Basketball und eines steht fest: Wow, was für eine Zeit!
Einige dieser Erinnerungen sind scheinbar noch so klar wie am ersten Tag. Viele aber eigentlich nur noch Schatten davon. Misserfolge sind mir irgendwie besonders im Kopf geblieben. Vor allem Finalniederlagen. Sogar Jahre später spiele ich einige dieser Partien noch im Kopf ab. Verpasste Gelegenheiten auf Gold . Aber auch Trainings sind mir gut in Erinnerung geblieben. Oft die, in denen ich alleine auf dem Court war. Das hatte etwas Beruhigendes und erlaubte es mir meinen Fokus neu zu setzen.
The Beginning

Bevor es jedoch all diese Erinnerungen gab, war das Jahr 2000 ein sehr wichtiges und ausschlaggebend für alles was noch kommen würde. Dort spielte ich zum ersten Mal organisierten Basketball. Angefangen hat alles am Hoop City Basketball Camp von Renaldo O'NEAL in Korneuburg. Da bekam ich meinen erster Vorgeschmack auf ein richtiges Basketball-Training. Für mich war das damals sehr eindrucksvoll und eine wertvolle Erfahrung. Von da an ging es dann zu den Juniors der philippinischen Liga im Budo Center. Mit UNIBA durfte ich meine ersten Spiele absolvieren und sogar meine erste Meisterschaft feiern. Zugegeben, für mich war das zu dem Zeitpunkt alles noch zu neu und ich musste mich da erst zurechtfinden. Schwierig fand ich es vor allem mit 13 Jahren meinen Platz in dem Team zu finden, da der größte Teil meiner Mit- und Gegenspieler etliche Jahre älter war als ich. Da fehlte in den Partien einfach die Ruhe und Routine. Aber immerhin waren die ersten Spielminuten absolviert und ich konnte einige der (ungefähr) gleichaltrigen philippinischen Spieler kennenlernen, die für die nächsten Jahre meine erste Benchmark sein sollten. Darauf konnte ich aufbauen.
Danach ging es zugegebenermaßen zuerst wieder zurück auf den Streetball Court. Die Junioren-Liga war vorbei und sollte erst wieder im nächsten Jahr weitergehen. Nur durch Zufall fand ich später in dem Jahr doch noch den Weg in den Vereinssport. Auf einem Trip kam ich zufällig mit einem Schulkollegen ins Gespräch, der mir erzählte, dass er bei einem Basketballverein spielt. Im ersten Moment stellten sich mir nur zwei Fragen: "ER spielt Basketball?" und "In Österreich gibt es Basketballvereine?". Wohlgemerkt, das war bevor Google richtig gut wurde .
Ein großer Faktor dafür, war zum einen wohl meine Unwissenheit. Ich wusste einfach nicht welche Spieler oder welche Teams gut waren, geschweige denn, dass es in diesem Alter überhaupt schon ein Nationalteam oder Auswahlspieler gab.
Ich überredete diesen Schulkollegen mich mitzunehmen und so nahm alles seinen Lauf. Vor ziemlich genau zwanzig Jahren ging ich zu meinem ersten Training bei WAT22 (später Vienna D.C. Timberwolves). Dort lernte ich Andreas AXMANN kennen, der mein erster Coach werden sollte. Mit der U14 der Wolves bestritt ich meine erste Saison und das war eine wahnsinnig tolle Zeit. Wiener Meisterschaften, Österreichische Meisterschaften, Winter Training Camp und so einiges mehr. Alles neu, alles unbekannt, aufregende Erfahrungen. Am Ende des ersten Jahres stand ein vierter Platz in Wien und eine individuell starke erste Saison auf meinem Konto. Ein großer Faktor dafür, war zum einen wohl meine Unwissenheit. Ich wusste einfach nicht welche Spieler oder welche Teams gut waren, geschweige denn, dass es in diesem Alter überhaupt schon ein Nationalteam oder Auswahlspieler gab. So spielte ich einfach frei vor mich hin. Ganz ohne Druck. Ein wichtiger Faktor war aber auch mein Coach, der mir diesen glatten Übergang vom Streetball in den Vereinsbasketball überhaupt erst ermöglichte, mir das nötige Vertrauen schenkte und mich einfach spielen ließ. Oft so, wie ich es wollte, weil ich es einfach nicht besser wusste. Das war eine überaus prägende Zeit für mich als Basketballer, in der er mir half mein Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken.
Im Jahr darauf ging es zu Andreas SCHNEDL in die U16. Auch er hatte einen bedeutenden Anteil an meinen nächsten Entwicklungsschritten. Denn nachdem ich im Vorjahr das Taktische ein wenig verstanden hatte, kam er und forderte mich noch mehr, half mir mich weiterzuentwickeln, gab mir grünes Licht auch mal Sachen auszuprobieren und half mir dabei neue Ideen in mein Spiel zu integrieren. Das schätzte ich damals wie heute sehr. Auch, wenn der Coaching-Stil im Vergleich zum Vorjahr dann etwas... anders war . Denn er hat meinen Teamkollegen und mir doch einige Male die Leviten gelesen. Schmunzeln muss ich nur, dass es den Spielern der T-Wolves Academy wohl heute noch so geht
. Aber seid versichert, er ist ein unheimlich guter Typ und wird stets einer der ersten sein, der euch zur Seite stehen wird, wenn ihr Rat braucht. Mit ihm bestreite ich tatsächlich schon ein großes Stück meiner Basketballkarriere:
Als ich Ray SINGCA kennengelernt habe, war ich ganz zu Beginn meiner Trainertätigkeit beim gleichen Verein wie er. Ray spielte in der U14 und ich coachte U16 und U18 bei WAT22, einem Verein der mittlerweile als Vienna D.C. Timberwolves bekannt ist.
Schon damals war Ray in Bezug auf seine Athletik und Coachability auffällig unter seinen Gleichaltrigen. Seinen Arbeitseifer konnte ich dann ein Jahr später näher kennenlernen, als ich ihn in der Saison 2001/02 als U16-Trainer übernahm. Die Mannschaft in der Ray spielte, war sicher nicht die talentierteste, größte oder technisch beste. Auch ich hatte als Trainer noch viel zu lernen. Herausragend bei dieser Gruppe war aber der Trainingseifer und die Begeisterung. Auch gegen weit überlegene Teams, die uns im Grunddurchgang zum Teil richtig üble Niederlagen zufügten, gaben die Jungs nie auf. Schlussendlich konnte sich das Team leider nur für das untere Playoff qualifizieren. Dort blieben Ray und sein Kollegen dann ungeschlagen.
Ray zeichnete sich, so wie später auch, durch seine stille und zurückhaltende, aber dennoch immer präsente Art aus. Obwohl er nur selten vor allen das Wort ergriff, waren er und seine Familie auch für seine späteren Teams immer eine wichtige Stütze auf und neben dem Feld. Als Basketballer stach Ray vor allem durch seine bissige Defense, harten Drives zum Korb und sein Midrange Game aus.
Im Jahr darauf wechselten Ray und ich zum gleichen Verein, den Basket Clubs of Vienna (heute Basket Flames). So blieb der Kontakt weiter aufrecht. Später sollten sich unsere Wege bei den Timberwolves erneut kreuzen, als er in der 2. Bundesliga und Landesliga spielte. Schlussendlich durfte ich Ray dann sogar noch einmal als Coach einer Herrenmannschaft bei den Timberwolves betreuen.
Ray lebt Basketball bis zum heutigen Tag und ich bin stolz darauf, einen kleinen Anteil an seinem Basketball-Leben und der Liebe zum besten Sport der Welt gespielt zu haben.
Favorite Experiences

Und wie ich oben schon sagte, nahm es eben seinen Lauf und so durfte ich in dieser Zeit einiges miterleben und viele interessante Erfahrungen sammeln.
Basketball Wien Osterturnier
Eine der besten Nachwuchserfahrungen und mein erster Vergleich mit internationalen Talenten. Für den Turniersieg hat es leider nie gereicht. Mit den Wolves in der vollen Stadthalle zu spielen, war in jungen Jahren aber sehr beeindruckend. Das Turnier war immer ein Highlight auf meinem persönlichen Spielplan.
Red Bull King of the Rock
Davor kannte ich das King of the Rock nur aus dem Internet und war vom ersten Moment an von diesem Modus fasziniert. Bei der Österreich-Premiere 2012 durfte ich dann als Spieler dabei sein und schaffte es bis ins Österreich-Finale. Tolle Erinnerung. Schon allein die Location, die METAStadt, war ein Highlight für sich. Sehr schade, dass es nach 2013 keine Fortsetzung mehr gab.
AMACU Titans
Der Gedanke an College Basketball auf den Philippinen hat mich eigentlich während meiner Nachwuchszeit stets begleitet. Vor fast 15 Jahren hatte ich dann die Gelegenheit, um in diese Welt hineinzuschnuppern. Bei der AMA Computer University durfte ich Trainings und Spiele absolvieren. Das war ein ganz besonderes Highlight. Eine ganz andere Intensität und Spielweise durfte ich dort kennenlernen. Basketball ist auf jeder der über 500 Inseln die alles dominierende Sportart. Dementsprechend hoch ist dort dann eben auch der Stellenwert und der Zugang zu diesem Sport ist ein ganz anderer. Die Philippinen und Basketball muss man erlebt haben, um es zu verstehen.
Vienna D.C. Timberwolves

Dieser Verein hatte neben meinem Vater wohl den größten Einfluss auf mich als Basketballer. Hier durchlief ich ab der U14 alle Nachwuchsstationen und durfte als Spieler 2010 sogar die Meisterschaft in der 2. Bundesliga miterleben. Mit den Wolves machte ich meine ersten basketballerischen Erfahrungen im Ausland. Vor allem der Trip nach Fort Myers blieb mir als Highlight gut in Erinnerung. Zu den Wolves muss ich gar nicht viel sagen. Bis auf eine Saison, verbrachte ich meine ganze Karriere hier. Extended auch die Zeit bei den Paladins als Kooperationspartner des Vereins. Es war eine prägende, aufregende, wertvolle, wenn auch nicht immer einfache Zeit.
Vienna Paladins
Und all das führte 2012 dann irgendwie zu den Vienna Paladins. Wie ich vor einigen Jahren schon in meinem Letter to My Younger Self geschrieben habe, hat der Basketball in der philippinischen Community eine Wende in meiner Karriere gebracht und ich habe den Sport ein Stück weit neu für mich kennengelernt. Dass wir vor acht Jahren unseren eigenen Verein gegründet haben, war natürlich ein besonderes Highlight. Höhen, Tiefen und mehrere Erfolge durfte ich hier schon miterleben, was mich natürlich ein wenig stolz macht. Vor allem aber neugierig auf das was vielleicht noch vor dem Big Orange liegt. Die Zeit bei diesem Team ist mit Sicherheit eine der besten basketballerischen Erfahrungen, die ich jemals machen durfte.
Random Lessons

In zwanzig Jahren lernt man natürlich auch einiges. Sowohl handwerkliches aber auch vieles über sich selbst. Vielleicht darf ich Old Head ein bisschen was davon hier festhalten. Vielleicht stolpert ein Young Gun mal hierüber und findet es interessant oder hilfreich oder aber auch einfach nicht und hat eine andere diese Sicht der Dinge. Dann gerne her damit. Man lernt nie aus.
Grind Season
Lerne zu trainieren. Lange dachte ich, dass es in der Offseason reichen würde nur auf den Streetball-Platz zu gehen und zu spielen. Aber das tut es nicht, wenn man sich gezielt verbessern will. Individuelle Entwicklung erfordert auch individuelles Training. So öde es klingt, es geht um die Reps . Bekommst du davon genug, gibt's auch Results. Eigentlich recht einfach. Outwork Everybody.
Play Defense

Wenn du einen Job willst, spiel Defense. Defensive Stoppers oder Lockdown Defenders sind rar und werden immer gebraucht. So viele gibt es einfach nicht, die das effektiv wollen und können. Suchst du für dich und dein Game eine Nische, könnte das deine sein. So fand ich meine Rolle und das erlaubte mir im Endeffekt dann wohl auch Teil des B2L-Teams der Wolves zu sein. Play with Passion!
Load Management
Ich versteh ja, dass das in jungen Jahren völlig uninteressant ist und verstehe natürlich auch warum. Denn es gibt kaum was besseres als den ganzen Tag auf dem Court zu stehen. Trotzdem, lerne Pausen zu machen. Das war für mich ganz schwierig. Unterm Strich hat das dann wohl auch einen Beitrag zu meiner langen Verletzungshistorie geleistet. Verletzt weiterzuspielen ist dann das nächste Thema. Ich weiß, du machst das! Mach Pausen, Youngblood!
Be Self-Aware
Du musst wissen, was du kannst und was du nicht kannst. Sei dir deiner Rolle im Team bewusst. Wenn das nicht mit deiner Vorstellung zusammenpasst, dann arbeite daran. Genauso wie Skills, kann man sich auch Spielminuten erarbeiten. Wichtig ist, dass du weisst, wo du realistisch stehst.
Time Is Limited
Wie heißt es so schön: Basketball is a young man's game. Klar, man wehrt sich dagegen und trainiert vielleicht anders, betreibt Load Management () um die aktive Zeit ein wenig zu verlängern. Irgendwann muss man sich dann aber trotzdem eingestehen, dass es ein Expiration Date gibt. Umso wichtiger ist es, das meiste herauszuholen. Die größte Leistung, den meisten Spaß und die besten Erinnerungen.
Thank You!
Neben Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnissen macht man in zwanzig Jahren auch Bekanntschaften. Und davon sogar eine Menge und mit einigen davon geht man dann sogar sehr weite Wege und das teilweise über die Seitenlinien des Basketballfelds hinweg. Denk ich zurück an all meine aktuellen und ehemaligen Teamkollegen, müssten das mittlerweile leicht über hundert sein. Eigentlich schon spannend, wieviele Leute man einfach nur durch diesen orangen Ball kennenlernt .

Natürlich werden die Vienna Paladins immer einen besonderen Platz für mich haben. Acht von den zwanzig Jahren habe ich hier verbracht und gespielt. Mit mehreren verbindet mich auch privates. Aber eine Person muss ich hier einfach hervorheben. Auf Mike MOLINA traf ich vor etlichen Jahren im Nachwuchs der Timberwolves. Von da an bildeten wir bei verschiedenen philippinischen Mannschaften für viele Jahre den Backcourt. Das hat eine Menge Spaß gemacht und war darüber hinaus auch relativ erfolgreich. Needless to say. That's my Guy. That's my Point Guard. Wertvoller als das ist aber eigentlich alles abseits des Basketballs. Mikey ist einer meiner besten Freunde und der Taufpate von Quinn. Family.
Neben Mit- und Gegenspielern begleiten einen natürlich auch Coaches. Zwei davon habe ich weiter oben bereits erwähnt. Und schlussendlich hatte ich noch etliche mehr: Hermann FREY, Goran VASIC, Ronald BACHTRÖGLER, Heinz GAISRUCKER, Charles PAYTON, James WILLIAMS, Christian KREIDL, Bernhard HOFMANN, Karl RÖSCHEL, Werner SALLOMON, Christian HAIDA, Andreas KOLLAR, Robert LANGER, Bonnie GARCIA, Bence SUPOLA, Stefan GRASSEGGER, Roland SCHÖNHOFER. Einflüsse, die ich irgendwo mitgenommen habe.
Zwei weitere, die mich ebenfalls schon sehr lange begleiten, sind Aldin SARACEVIC und Hubert SCHMIDT. Beide schätze ich sehr, waren mal meine Coaches, von denen ich aber heute noch lernen darf. Much appreciated.


An dieser Stelle Danke allen Teamkollegen, aktuellen und ehemaligen. Danke allen Coaches. Für eure Contributions und dafür, dass ihr mich in diesen zwanzig Jahren ein Stück begleitet habt.
Support System

Quinn, Charlyn, Mama und Papa, vielen Dank für alles!
Schier unendliche Minuten hab ich auf dem Basketballfeld bereits abgespult. Und ja, alles darauf erreichte war ein Team Effort und zwar von einem ganz besonderen Team. Meinem Team, meinem Support System. Ohne sie wäre es nicht gegangen. Dass ich als Basketballer überhaupt funktionieren konnte, ist auf sie zurückzuführen. Denn sie haben im Hintergrund dafür gesorgt, dass ich den einfachen Teil übernehmen durfte, während auch sie unendliche Minuten abgespult haben. Aber eben nicht auf dem Feld sondern etwa in der Küche, der Waschküche, im Auto oder einfach nur wartend im Hintergrund. Sacrifices, die ich nie vergessen werde. Sie machten es leicht für mich und sie waren stets bei allem dabei. Sowohl bei Erfolgen als auch bei Niederlagen. Diese haben sie mindestens genauso hart getroffen. Und für all das möchte ich Danke sagen. Besseren Rückhalt kann man sich nicht wünschen. Ohne euch wäre das alles niemals möglich gewesen. Quinn, Charlyn, Mama und Papa, vielen Dank für alles!

Klar, mein Vater war mein größter basketballerischer Einfluss, mein Idol. Er hat mir das Spiel gezeigt und er fachte meine Leidenschaft für diesen Sport an. Seit der ersten Sekunde ist er mein Coach. Trainings, Lectures, Diskussionen. Wertvolle Inputs um weiter zu wachsen. Basketball ist einfach unser Ding, quasi unser Family Business. Und während wir uns unserem Fach widmeten, war meine Mutter der Hero, der den Laden am Laufen gehalten hat. Mein größter Fan. Beide haben mich angetrieben auf ihre eigene Art und Weise. Dass meine Eltern nach zwanzig Jahren immer noch zu vielen meiner Matches kommen, ist für mich eine großartige Unterstützung. Big part of what makes it fun.

Meine liebste Basketballerinnerung führt mich aber zur European Pinoy Basketball Challenge in Frankfurt. Genauer, ins Jahr 2009. Dort lernte ich Charlyn kennen. Das veränderte mein Leben. Seit nun mehr als zehn Jahren steht sie in meiner Ecke. Die Person, die mich bei Höhenflügen accountable hält und bei Tiefen ermutigt und vorantreibt. Mir vor Augen hält, was machbar und schaffbar ist. "Ball is Life" ist bestimmt nicht immer einfach. Vielen Dank für deine unendliche Unterstützung und Geduld .

Heute haben wir eine 3-jährige Tochter . Quinn ist wundervoll und unser Ein und Alles
. Dass sie mich noch als aktiven Basketballer erleben kann, bedeutet mir sehr viel. Von ihr zu hören, dass sie nun groß genug sei und jetzt selbst Basketball spielen kann, bringt mich immer wieder zum Lächeln. Vielleicht führt dich dein Weg ja auch mal auf dieses Parkett. Zunächst aber mal Danke, dass ich dein erster sportlicher Einfluss sein darf. Das treibt mich an. Hero Mode: ON.
Zumindest ein bisschen noch. Auch wenn sich meine Prioritäten schon längst ein wenig verändert haben, ist noch etwas von dem Biss da. Es fühlt sich noch nicht ganz fertig an. Durch den plötzlichen Corona-Stopp, sogar ein wenig unvollendet. Aber noch bin ich dabei. Wholeheartedly. Wie lang, würd ich aktuell noch nicht festlegen. Wenn es dann aber soweit ist, würde ich mir wünschen, dass ich diese Entscheidung selbst treffen darf und nicht mein Körper für mich entscheidet. Dann soll auch mein letztes Spiel im Trikot der Paladins sein. Bis dahin müssen wir aber erst mal aus dieser Corona-Situation raus. In welcher Form es dann weitergehen kann und wird, ist noch schwierig abzusehen. Jedenfalls sieht 3x3 doch sehr verlockend aus . In diesem Sinne, bis bald auf dem Court! Ball Out!