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Performance Review: PUMA Clyde Hardwood
Beitrag wurde erstellt am Montag, 17. Februar 2020
Autor: Ray Singca |
Equipment
Nach dem Basketball-Relaunch von PUMA in der vorherigen NBA-Saison, ist die Performance Linie nun auch erstmalig in Österreich verfügbar. Der Dunk Shop führt ab sofort und exklusiv nun auch die Produkte des deutschen Herstellers im Sortiment und wird dieses in den nächsten Wochen und Monaten erweitern. Den Start macht der Clyde Hardwood, den ich hier nun vorstellen darf.
Design

Bildquelle: PUMA.com (2019)
Die klassische Optik ergänzt mit einer modernen Basketball-Silhouette, ergibt einen frischen Look für den PUMA Clyde Hardwood. Für mich persönlich ein Schuh, der mich von der Ästhetik her besonders anspricht. Was mich bei der Konzeption aber tatsächlich erstaunt hat, ist das Gewicht. Während der Trend deutlich in Richtung leichtere Modelle geht, geht man hier den umgekehrten Weg. Und das sogar als Low Cut! Mit 460 g hat PUMA hier einen Schuhe kreiert, der schwerer ist, als jeder Schuh, den ich seit der Gründung der Paladins im Jahr 2012 getragen habe. Zum Vergleich: mein aktueller Go-To-Sneaker, der Converse All Star Pro BB, kommt lediglich auf 322 g. Das ist echt erstaunlich und war wirklich nicht zu erwarten. Ein genauer Blick auf den Schuh deckt aber auf, woher diese zusätzlichen Gramm herkommen.
Materials
Das wohl beste Feature findet man, wenn man sich die Materialien genauer ansieht. Seit langem hat man hier mal wieder einen Schuh in der Hand, der sich hochwertig anfühlt. Vorne setzte man auf Flexibilität und verwendete eine Art von Mesh. Im hinteren Teil dann Leder und Suede, was dem Schuh ein tolles Finish gibt. Die Auswahl zeigt aber auch schon auf, woher ein Teil des Extragewichts herkommt.
Traktion
Es hat einige Zeit gedauert, bis die Sohle richtig griffig wurde. Beim ersten Einsatz war der Clyde Hardwood alles andere als überzeugend. Dran bleiben lohnt sich aber. Rechnet man etwas Break-In Time ein, kommt das Herringbone im Vorderfuß richtig zur Geltung und liefert soliden Grip.
Dämpfung
Mit ProFoam geht PUMA mit einer Formel ins Rennen, die meiner Meinung nach echt Potenzial hat. Drückt man seitlich gegen die Wand der Midsole, merkt man direkt, wie gut die Impact Protection sein könnte. "Könnte" ist hier aber leider auch schon das Stichwort. Denn die Outsole zieht sich so weit nach oben (Extragewicht), dass das ProFoam so stark eingekapselt ist, dass man von der Dämpfung eigentlich gar nicht mehr viel spürt. Man weiß halt, dass es irgendeine Art von Cushioning gibt. Nicht falsch verstehen, es ist nicht schmerzhaft oder sonst irgendwas, aber jetzt auch nicht unbedingt das weichste Setup und von Bounce in jeglicher Form brauchen wir hier auch nicht reden. Unterm Strich war das Cushioning-Setup härter als erwartet, aber doch noch im Rahmen. Die Dämpfung ist relativ minimal gehalten.
Fit
Als Nike-Guy fängt das große Rätselraten nach meiner Schuhgröße sofort an, sobald ich mich an eine andere Marke heranwage. Einen wertvollen Beratungstipp hat mir Dunk Shop's Robert FÜRTAUER gegeben. Er meinte, dass ich mich bei Unsicherheiten an meine US-Größe halten sollte. Das habe ich getan und mich wie immer für eine US9 (True to Size) entschieden. Wie inkonsistent das Sizing sein kann, sieht man im direkten Vergleich. Bei Nike ist das eine europäische 42.5. Bei PUMA eine 42. Hat man mal die richtige Größe gefunden, kann man praktisch reinschlüpfen und loslegen. Die Materialien sind dafür gut gewählt und liefern einen angenehmen Fit.
Support
Mit meiner Historie an Sprunggelenksverletzungen musste ich beim Support einfach genauer hinsehen. Noch nie waren meine Knöchel so exposed wie bei diesem Sneaker. Trotzdem fühlte sich der Schuh relativ sicher an. Durch die flache Base war er eigentlich nie instabil. Und die hochgezogene Outsole sorgt dafür, dass man nicht seitlich aus dem Fußbett rutscht. Solide ist der Schuh auch, was das Verhindern von Heel Slippages angeht. Nachschnüren muss man nur immer wieder. Dann bleibt die Ferse auch fest in der richtigen Position. Das ist besonders wichtig, da man auf zusätzliches Padding im Fersenbereich verzichtet hat und nur das den Fuß im Heel Counter hält.
Score & Fazit
In zwanzig Saisonen im Vereinsbasketball habe ich noch nie mit einem Schuh gespielt, bei dem das Sprunggelenk so frei liegt wie beim PUMA Clyde Hardwood. Wohl gefühlt habe ich mich nach ersten Bedenken dann trotzdem. Nachdem diese Sorgen also beiseite geschoben werden konnten, galt meine Konzentration einem soliden Performer. Dabei fallen nach kurzer Eingewöhnung auch die Extragramm nicht merklich ins Gewicht, da er sich trotz allem nicht allzu klobig anfühlt und gut mit sämtlichen Bewegungen und Stopps mitgeht. Abstriche muss man bei der Dämpfung machen. Wem das nicht das Wichtigste ist, der hat mit diesem Sneaker ein Modell, bei dem die anderen Performance Specs soweit passen. Vor allem die Materialauswahl hebt den Clyde Hardwood aus dem hart umkämpften mittleren Preissegment hervor und macht ihn für EUR 120,- zu einer qualitativ hochwertigen Alternative. Persönlich fand ich den Schuh sehr ansprechend, wodurch ich ihn direkt in meine Rotation aufgenommen habe und hier mit 7.4 Punkten bewerte.
Scorecard

Feedback
Hattet ihr schon die Möglichkeit die Performance Linie von PUMA zu testen? Wie fällt euer Urteil aus?