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Performance Review: Converse All Star Pro BB

Beitrag wurde erstellt am Montag, 9. Dezember 2019
Autor: Ray Singca | Equipment

 

Finally! Seit der Ankündigung im April 2019, habe ich diesem Sneaker förmlich entgegengefiebert. In Europa wartete man aber lange Zeit vergeblich auf das Basketball-Comeback von Converse, da man sich bei diesem Modell zunächst für exklusive Releases in den USA und in Asien entschieden hatte. Erst in den letzten Wochen wurden zumindest zwei der späteren Colorways auch in Europa und schließlich im Dunk Shop verfügbar gemacht.


Design

Bildquelle: Converse.com (2019)


Zugegeben, ich bin als Verfechter des Chuck Taylor All Star ein wenig vorbelastet, ist das doch mein absoluter Go-To-Sneaker, wenn es um Straßenschuhe geht. Stets faszinierend außerdem, dass mein Vater in den Chuck Taylors tatsächlich selbst mal Competitive Basketball gespielt hat. Ein Schuh aus Leinen und so ganz ohne Dämpfung? Mit einem modernen Performer gar nicht zu vergleichen. Und auch der zeitlose Look des Converse-Flagships macht ihn einfach zu einer unverwechselbaren Ikone. Heute einen modernen und technisch aktualisierten Basketballschuh zu haben, dessen Silhouette an den klassischen Chuck Taylor erinnert, ist für mich persönlich ein echtes Highlight. Nicht zuletzt, weil ich ein absoluter Fan von Old School Sneakers bin. Somit ist er seit dem ersten Press Release ein absolutes Must-Have für mich. Aber nicht nur optisch besticht der All Star Pro BB. Converse ist mit diesem Modell ein echtes Leichtgewicht gelungen. Mit seinem minimalistischen Build kommt er gerade mal auf 322 g.

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Materials

Die Materialauswahl erinnert mich sehr stark an den Nike Zoom Hyperfuse 2010. Mit seinem Fuse-Skelett und den Mesh-Einsätzen, war er seinerzeit einer der leichtesten Performer. Mit diesen Tech Specs war er so überzeugend, dass ich nach kürzester Zeit direkt drei Paar davon hatte . Auch beim All Star Pro BB setzt man auf Mesh und Fuse. Converse verkleinert aber den Fuse-Anteil, arbeitet größtenteils mit Quadfit Mesh und verringert dadurch nochmal das Gewicht, ohne an Robustheit zu verlieren. Im direkten Vergleich mit dem Hyperfuse, wirkt das Mesh vom Converse auf jeden Fall reißfester bzw. stabiler und bildet den obersten und an manchen Stellen sogar den einzigen Layer des Schuhs. Verstärkt wird das Upper punktuell zusätzlich mit Fuse. Aber wirklich nur sehr dezent und wo es nötig ist. Keine schlechte Idee, denn das Obermaterial passt sich sofort dem Fuß an und beseitigt dadurch im Wesentlichen die Break-In Time.


Traktion

Beim All Star Pro BB setzt man auf eine semi-translucent Outsole, die sich echt ganz gut bewährt. Stops und Richtungswechsel bereiteten mir absolut keine Probleme. Überrascht war ich aber vor allem von der Performance auf staubigem Untergrund. Denn das Traction Pattern zog den Staub förmlich an. In Auszeiten wischte ich immer wieder über die Sohlen und war erstaunt darüber, wieviel sich da angesammelt hatte. Umso erstaunlicher war es dann, dass ich auch ohne dem Wischen kaum einen Traktionsverlust wahrnehmen konnte. Die Sohle tat einfach weiterhin ihren Job und hielt mich bei jeglichen Bewegungen gut in Position. Das Pattern selbst weist teilweise sehr feine Elemente auf, sodass ich nach einigen Einheiten schon ein paar leichte Abnutzungserscheinungen entdecken konnte. Eventuell aufgrund des relativ weichen Rubber Compounds. Alles in allem aber grundsolide.


Dämpfung

Neben den verwendeten Materialien ist das Cushioning das zweite technologische Highlight dieses Schuhs. Denn er hat selbst eigentlich nur eine sehr dünne Gummisohle und das Strobel Board. Für die Dämpfung sorgt die Drop-In Midsole, die aus Nike's React Foam besteht. Bekannt ist mir diese Technologie bereits vom Nike Hyperdunk 2017. In der Ausführung für diesen Converse, gefiel mir das Setup aber besser. Denn während die Einlage im Allgemeinen für die nötige Impact Protection sorgt, wurde sie am Vorderfuß so dünn gehalten, dass der Schuh in Kombination mit der Outsole hervorragendes Court Feel bietet. Das schätze ich an diesem Sneaker besonders.


Fit

Bis hierhin war ich superbegeistert und auch was den Fit angeht, entspricht er im Großen und Ganzen meinen Idealvorstellungen an einen Basketballschuh. Doch in diesem Punkt hat er für mich dann doch die größten Schwächen gezeigt, die bei meiner Gesamtbewertung einige Abzüge bringen wird. Zuerst mal zu dem, womit ich superzufrieden bin. Für True to Size habe ich mich entschieden und das war hinsichtlich der Länge und der Breite des Schuhs die richtige Wahl. Das große Problem liegt hier aber bei der Toe Box. Die ist einfach zu flach. Und zwar so flach, dass mir der Schuh bei der ersten Session direkt jeweils eine Zehe auf beiden Seiten blutig aufgeschürft hat. Das war wirklich unangenehm. Klar, die Toe Box wurde mit der Zeit etwas weicher und es kam auch zu keinen zusätzlichen Wunden. Das Gefühl, dass zu viel Druck von oben auf die Zehen ausgeübt wird, hat mich aber nie wirklich verlassen. Mit einer halben oder ganzen Nummer größer, hätte ich dem vielleicht entgehen können. Wie aber bereits erwähnt, sitzt der Schuh in dieser Größe sonst aber eigentlich perfekt. Somit habe ich das einfach in Kauf genommen, da ein schlecht sitzender Sneaker oft negative Auswirkungen auf Elemente wie den Support haben kann. Um ganz sicher zu sein, empfehle ich auf jeden Fall eine kurze Anprobe. Im Zweifel zumindest eine halbe Nummer größer. Dann sollte man auch etwas mehr Platz in der Toe Box haben.


Support

Was den Heel Lockdown oder das Lateral Movement angeht, gab es hier keine Probleme. Zum einen aufgrund des Fits, der zwar etwas snug ist aber dadurch keinerlei Verrutschen erlaubt. Aber auch, weil man im Fersenbereich eine kleine Polsterung eingearbeitet hat, die der Ferse keinen Raum gibt, um sich von der Sohle abzuheben. Und zum anderen, wegen des Materials. Das Quadfit Mesh ist zwar superdünn und passt sich gut an den Fuß an, ist aber sehr robust und gibt kaum nach, was bei lateralen Bewegungen das seitliche Hinausrutschen verhindert. Dazu kommt noch der Collar, der für ein wenig Ankle Restriction und Stabilität sorgt.

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Score & Fazit

Trotz der Probleme mit der Toe Box, ist das hier aktuell trotzdem einer meiner Lieblingsschuhe. Klar, für das beschriebene Problem gibt es berechtigte Abzüge. Denn ein Schuh, der einen blutig scheuert hat definitiv Verbesserungsbedarf. Nichtsdestotrotz, macht Converse ein sehr starkes Comeback ins Basketball Business und bringt mit dem Quadfit Mesh und der Drop-in React Midsole euch einige technologische Highlights. Somit bekommt der Schuh 8/10 Punkten von mir. Preislich finde ich ihn mit rund EUR 130,- auch relativ vernünftig bewertet. Achtung: der Converse All Star Pro BB ist aktuell nur im serbischen Webshop des Dunk Shops verfügbar.


Scorecard



Feedback

Welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Schuh gemacht? Hattet ihr auch Probleme mit der flachen Toe Box? Wie würdet ihr den Converse All Star Pro BB bewerten?

Ray Singca

Co-Founder, Vereinsobmann und Guard bei den Vienna Paladins.

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