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Beat Writer beim FIBAWC Qualifier

Beitrag wurde erstellt am Montag, 5. März 2018
Autor: Ray Singca | Medien

 

Vor rund drei Jahren wurde die Idee eines eigenen Basketball-Blogs ins Leben gerufen und auf der Website der Paladins auch tatsächlich realisiert. Seit dem ist der Paladins Blog durch die zahlreichen Contributions der verschiedenen Schreiber stetig gewachsen. Heute ist er eine Sammlung aus Artikeln und Stories zu den verschiedensten Bereichen rund um das Thema "Basketball" und zeichnet sich vor allem durch das Persönliche aus. Spieler, Basketballbegeisterte und Experten teilten hier schon ihre Geschichten, Erfahrungen und auch ihr Fachwissen.

Natürlich ist auch die Berichterstattung von verschiedenen Basketball-Events ein Teil des Blogs. Als Online Publikation durfte ich den Blog nun zum ersten Mal auch offiziell bei einem Großevent als Beat Writer vertreten. Die Rede ist von der Basketballweltmeisterschaft. Die FIBAWC Qualifiers waren in Wien bzw. Schwechat zu Gast und ich durfte bei den Spielen der Österreicher gegen Georgien und Serbien live und als Teil der Presse dabei sein.


FIBA Akkreditierung



Zuerst mal, was ist nötig, um als Journalist dabei sein zu dürfen? Neben einem Medium (Print, TV, Online Publication, etc.) für welches man schreibt, fotografiert oder ähnliche redaktionelle Arbeit durchführt, ist eine Akkreditierung notwendig. Nur mit dieser erhält man Zugang zur Press Area, zur Pressekonferenz und zu anderen Bereichen des Events. Und natürlich kann man sich damit dann auch frei courtside bewegen .

Da es sich um ein offizielles FIBA-Event handelt, erfolgt die Anfrage um eine Akkreditierung auch direkt auf der FIBA-Website im Media Portal. Zunächst muss man dort ein Profil anlegen, wo man Angaben über sich selbst und über das Medium hinterlegt. Teilweise kann es auch notwendig sein, dass man eigene Arbeiten (bspw. Artikel) vorweisen oder verlinken muss. Ist das geschafft und das Profil von der FIBA genehmigt, erhält man Zugriff auf die bevorstehenden Events und kann sich dann jeweils für eine Akkreditierung bewerben. Die Erteilung dieser bzw. die Zulassung als Journalist erfolgt dann über den austragenden Verband. In diesem Fall also vom ÖBV.


Teil des Presse-Teams



Nachdem das alles geklappt hat, durfte ich beim zweiten Qualifying Window für den Paladins Blog als Beat Writer vor Ort sein. Und das gleich für das Qualifikationsspiel gegen Georgien und gegen Serbien . Zugegeben, courtside war ich bei einem Länderspiel nicht zum ersten Mal. Das durfte ich schon mal als Teil des Marketing-Teams, das die Spiele damals beworben und vermarktet hatte.

Dieses Mal in eigener Sache für den Paladins Blog bzw. als Journalist unterwegs sein zu dürfen, war dann aber schon etwas anderes! Ich konnte mir einen kleinen Überblick darüber verschaffen, was es heißt, ein Teil der Presse zu sein und sogar den Kollegen (ja, ich darf das jetzt wohl sagen ) ein wenig bei der Arbeit zusehen und hautnah miterleben, wieviel da eigentlich dahinter steckt, um den Fan mit zeitnaher Berichterstattung, sei es in Form von Artikeln, Fotos oder TV-Beiträgen, zu versorgen. Überall Fotografen, Kamerateams und andere angehörige der Presse. Man muss aber sagen, dass der mediale Rummel bei Spielen anderer Nationalmannschaften wohl größer sein wird. Nichtsdestotrotz, war es spannend zu beobachten, wer bzw. was hier alles zusammenspielen muss, damit wenige Minuten später oder auch am Tag nach der Partie ordentlich über das Event berichtet werden kann.

Für mich persönlich war das alles Neuland. Ich muss zugeben, dass ich vieles erst währenddessen lernen musste. Bspw., was es heißt tatsächlich Court Access zu haben. Wohin man tatsächlich darf und wohin nicht. Beim Team-Foto z.B., machte ich meines von der Sideline. Hätte aber wohl direkt auf das Feld dürfen, um meinen Schnappschuss zu bekommen . Oh well, Chance verpasst. Beim nächsten mal weiß ich es besser. Ein großes "Sorry" auch an die Fotografen, denen ich eventuell ins Bild gelaufen bin und an das Kamerateam auf dessen Kabel ich gestiegen bin . Sorry, es wird nicht wieder vorkommen. Rookie Beat Writer, here .

Nach all dem, stellt sich also nun die Frage, was ich dort jetzt eigentlich journalistisch wertvolles geleistet habe. Während andere Vertreter der Medien sich beim Spiel auf das Schreiben oder Fotografieren konzentriert haben, habe ich meinen Fokus auf Live-Content für die Instagram Story des Paladins-Accounts gelegt. Bei Interesse, sind meine Highlights und Eindrücke übrigens noch in den Story Highlights unter "Paladins Blog" zu finden.

Es ist unheimlich spannend solchen Content aufzubereiten und gleichzeitig auch unglaublich stressig. Man ist laufend auf der Jagd nach dem nächsten Highlight und kommt nach einiger Zeit eigentlich nicht mehr mit dem Veröffentlichen nach. Doch trotzdem macht das für mich den besonderen Anreiz bei der Erstellung von Live-Content bzw. bei der Social Media Betreuung von Events aus. Und ja, es ist tatsächlich unglaublich, wie schnell ein Spiel dabei vergeht und wie wenig man bewusst davon mitbekommt.

Um das Ganze für mich noch komplizierter zu machen, war ich auch mit meiner Kamera unterwegs und wollte Fotos machen. So in etwa à la KD für den Players Tribune . Wie gut das gelungen ist, könnt ihr dann in meinem nächsten Artikel für den Paladins Blog sehen. Dort werde ich meine besten Schnappschüsse von beiden Spielen in einem Beitrag sammeln. Eines aber gleich vorweg, das Wechseln zwischen Handy und Kamera für die Erstellung der verschiedenen Inhalte ist echt schwieriger als erwartet...

Zusammenfassend, war es eine tolle Erfahrung. Spannend für mich war vor allem, Basketball wieder von einem anderen Blickwinkel erleben zu dürfen. Auch was die Stimmung angeht, war das wieder etwas ganz Spezielles. Man glaubt gar nicht, wieviel Energie von den Zusehern rüberkommt, wenn man direkt neben dem Spielfeld steht und was man alles von den Spielern mitbekommt. Das waren echt tolle Eindrücke. Vor allem beim Spiel gegen Serbien, war es kurioserweise was ganz Neues. Trotz planmäßigem Heimspiel für die Österreicher, machten die anwesenden serbischen Fans das Multiversum zur Heimhalle für Srbija. Die Halle habe ich selten so laut gehört. Sehr passend für so eine knappe Partie!


Vielen Dank an den ÖBV!

Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an den Österreichischen Basketballverband schicken, der das überhaupt ermöglicht hat und mir zu dieser tollen Erfahrung verholfen hat. Vielen Dank auch für die Unterstützung bei der Bewerbung. Ich bin da zum ersten Mal durch diesen Prozess gegangen und die Mitarbeiter des ÖBV haben mir da toll weitergeholfen. Freue mich auf ein nächstes Mal!


Ray Singca

Co-Founder, Vereinsobmann und Guard bei den Vienna Paladins.

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