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Basketball als Leistungssport während COVID-19

Beitrag wurde erstellt am Montag, 12. April 2021
Autor: Natascha Santos | Career

 

Servus Paladins-Fans! Ich bin wieder zurück mit einem Blogeintrag und freu mich sehr, euch meine Seite vom Basketball und Corona als Leistungsspielerin bei den Vienna D.C. Timberwolves erzählen zu können. Wie alles genau am Anfang ablief, warum wir trainieren und spielen dürfen, welche Maßnahmen wir befolgen müssen und weitere Fragen werde ich in diesem Eintrag beantworten.


1. Lockdown

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie vor einem Jahr der 1. Lockdown begann und wir alle unter Quarantäne gestellt wurden. Der ganze Trainingsbetrieb wurde eingestellt, die Saison 2019/20 abgesagt und unsere Basketballhalle bis auf Weiteres gesperrt. Nichtsdestotrotz erhielten wir von der Akademie ausreichend Trainingspläne für den Basketball- und Athletik-Bereich und durften regelmäßig online an Yoga-Kursen teilnehmen, um fit zu bleiben. Vielen, vielen Dank an alle TrainerInnen, die sich trotz der schwierigen Phase Zeit für uns, SpielerInnen der Vienna D.C. Timberwolves, genommen und uns so weit wie möglich unterstützt haben.


Off-Season: Akademie

Ende Mai 2020 hatten wir dann unser erstes Outdoor-Akademietraining beim FK Austria Wien, wo wir hauptsächlich Konditionstraining gehabt haben, bis wir Anfang Juni endlich wieder im Wolves Dome trainieren durften. Die wichtigsten Maßnahmen, die wir einhalten mussten, waren:

- Umgezogen und pünktlich am Treffpunkt erscheinen, um einen geordneten Gruppenwechsel zu ermöglichen.
- Kein Körperkontakt mit MitspielerInnen und TrainerInnen beim Training.
- Garderoben und WC-Anlagen durften wir nicht verwenden.
- Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen ist einzuhalten.
- Mund-Nasen-Schutz, einen Basketball und eine eigene Trinkflasche mitnehmen.
- Wenn wir uns nicht gut fühlen, Bescheid geben und nicht ins Training kommen.


Pre-Season: Akademie

Die AkademiespielerInnen hatten dann die Möglichkeit bis August am Vormittag entweder im RAWO HQ hauptsächlich Krafttraining zu machen oder im Wolves Dome Schnelligkeit und Basketball zu trainieren. Ich hab mich für RAWO entschieden und war dann am Nachmittag in der Halle. Ende August hatten wir dann unser Camp in Mattighofen, wo noch dieselben Maßnahmen zu befolgen waren.



BDSL-Start

Bei der Basketball Damen Superliga wurden wir ab Ende September als Spitzensportler registriert, hatten unseren ersten Antigen-Test und mussten ein wöchentliches Gesundheitstagebuch führen, in das wir jeden Morgen unsere Körpertemperatur und mögliche Symptome eintragen mussten.

Unsere Trainer führten vor jedem BDSL-Training genau das gleiche Verfahren mit uns durch. Das heißt: Fieber messen und nach Symptomen fragen. Bei mindestens zwei Symptomen, müssen wir sofort Bescheid geben. Dies ermöglichte es uns, normal und ohne Unterbrechung trainieren und spielen zu können. Auch, wenn es zukünftig zu einem Lockdown kommen würde.


2. Lockdown

Während die ersten Spiele bei der Damen-Landesliga (DLL) und der WU19 abgesagt wurden und der Spielbetrieb im November dann schließlich eingestellt wurde, startete die BDSL-Saison im Oktober im Großen und Ganzen aufgrund des Hygienekonzepts des Basketballverbands umstandslos.

Vor den Herbstferien bestand mein Trainingsplan dann aus vier Vormittagstrainings bei der Akademie, einem Abendtraining bei der U19 bzw. DLL und drei Abendtrainings bei der BDSL. Da während dem Lockdown der Nachwuchs nicht trainieren durfte, habe ich stattdessen auch am Dienstag bei der BDSL trainiert.


Akademie & Nachwuchs werden zu Spitzensportlern

Bildquelle: aphotography.at (2021)


Seit Mitte November werden wir auch wöchentlich mittels Antigen-Tests in der Akademie und im Nachwuchs getestet. Nicht nur die Bundesliga-SpielerInnen führen jetzt das Gesundheitstagebuch, sondern auch alle AkademiespielerInnen und jene NachwuchsspielerInnen, die bei der ÖMS spielen. Außerdem werden wir jetzt vor jedem Training, sei es am Vormittag oder am Nachmittag, von unseren TrainerInnen gemessen und nach Symptomen gefragt. AkademiespielerInnen sind jetzt quasi cleared und dürfen auch im Lockdown trainieren. Die neuesten Maßnahmen lauten:

- Um einen großen Cluster bei einem positiven Fall zu vermeiden, darf man im Akademietraining nur mit den Personen trainieren, mit denen man abends trainiert. Das bedeutete, dass ich gemeinsam mit einigen WU19-Spielerinnen bis zum Beginn unserer U19-Saison nur bei der BDSL trainiert habe.
- Zu den anderen SpielerInnen sollte man mindestens ein bis zwei Meter Abstand einhalten.
- Die FFP2-Maske darf ausschließlich am eigenen Feld für das Training abgenommen werden und muss ansonsten getragen werden. Bspw. in der Garderobe oder beim Ein- bzw. Ausgang.
- Ansonsten gibt es während dem Training keine Einschränkungen.


BDSL-Saison

Ende Februar spielte ich mein letztes BDSL-Spiel für die Saison und bin sehr dankbar, dass ich trotz dieser Pandemie seit September die Gelegenheit hatte am Abend zu trainieren, gemeinsam mit der Mannschaft durch Österreich zu fahren und endlich mal wieder Spiele live zu erleben. Die Umstellung vom Nachwuchs zu den Damen war zunächst anspruchsvoll aber mit der Zeit gewöhnte man sich langsam daran. Die Trainings waren viel intensiver bzw. schneller und ich konnte gegen erfahrene Spielerinnen antreten. Was ich in dieser Saison besonders bei der BDSL gelernt habe, ist einerseits die schnelle Umstellung von Offense zu Defense und umgekehrt, andererseits auch die Defense allgemein. Vor allem die richtige Help Side und Help-the-Helper-Rotationen, wie weit man helfen sollte, ob es überhaupt nötig ist, usw. Leider haben wir es heuer nicht ins Final Four geschafft aber ich bin mir sicher, dass wir uns für die nächste Saison sehr gut vorbereiten werden und unser Bestes geben, um einen Platz im Halbfinale zu erreichen.


U19-Meisterschaft

Die U19-Spielerinnen trainieren seit März wieder alle zusammen und wir hatten unser erstes Spiel schon direkt am 7. März 2021 gegen das DBB LZ OÖ in Wels. Leider haben wir im Grunddurchgang nur fünf Spiele, da wir nur einmal gegen jedes Team spielen. Davon sind drei auswärts und zwei Spiele im Wolves Dome. Anfang Mai werden die ersten Vier aus der Tabelle im Halbfinale spielen. Den Einzug konnten wir uns schon sichern, da wir derzeit mit drei Siegen aus vier Spielen auf dem ersten Platz liegen.

Kurz zum ersten WU19-Spiel seit einem Jahr: Obwohl ich die Chance hatte in einigen BDSL-Spielen kurz aufzutreten, war das WU19-Spiel schon etwas ganz anderes. Ich habe einen kurzen Rückblick von den Zeiten vor der Pandemie bekommen und hab dieses Spiel sehr genossen. Obwohl die Wurfquote auf beiden Seiten sehr niedrig war und wir davor nur einige Trainings mit der gesamten U19 hatten, bin ich froh, dass wir mit einem Sieg nach Hause gefahren sind.

Die neuesten Sicherheitsvorkehrungen auf die wir achten müssen, sind:

- Negativer Test max. 48 Stunden vor dem Spiel. Wir testen uns jeden Freitag nach dem Training.
- Die Eltern, die die Spielerinnen zum Match fahren, dürfen zuschauen, müssen aber davor ihre Daten an den Coach senden.
- Wir dürfen die Masken am Spieltag nur dann abnehmen, wenn wir am Spielfeld oder auf der Bank sind.


COVID-Situation

Bildquelle: aphotography.at (2021)


Die gesamte COVID-Situation war anfangs besonders mental sehr schwierig. Vor allem als das Virus für uns alle brandneu war, wir nicht viel darüber wussten und man sich nicht gratis testen konnte. Da kam schon immer wieder der Gedanke auf, ob jetzt einer aus deinem Umfeld vielleicht positiv sein könnte. Die ganze Situation war eine komplette Wende im Leben, für die ich lange gebraucht habe, um mich daran zu gewöhnen. Auch wenn die Maßnahmen manchmal zach sind, muss ich zugeben, dass ich mich genau dadurch sicherer fühle. Es ist entspannend zu wissen, dass ich bspw. jetzt in einer Halle trainiere, in der sich alle mindestens einmal pro Woche testen oder gegen Teams spiele, die ebenfalls die gleichen Maßnahmen ergreifen müssen. Ich finde, dass die aktuelle COVID-Situation im Hinblick auf Basketball langsam besser und besser wird. Wie geht's euch in der aktuellen Situation?

Ich hoffe euch hat mein Blogeintrag gefallen und ein großes Dankeschön an die Paladins für diese Gelegenheit. Bleibt's gesund!

Titelbild: aphotography.at (2021)

Natascha Santos

Guard bei den Vienna Paladins.

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