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Performance Review: Nike Zoom Freak 1

Beitrag wurde erstellt am Montag, 11. November 2019
Autor: Ray Singca | Equipment

 

Heute auf dem Prüfstand, des MVPs erster Signature Shoe. Nicht nur die NBA wusste die großartige Saison des Giannis ANTETOKOUNMPO zu schätzen, sondern auch Nike. So würdigte der amerikanische Sportartikelhersteller die Leistungen des Greek Freak mit dem Nike Zoom Freak 1. Für den Dunk Shop Austria durfte ich diesen Sneaker in den letzten Wochen testen und nun im Paladins Blog darüber schreiben.


Design

Bildquelle: Nike.com (2019)


Optisch angetan hat es mir seit dem ersten Produktfoto das große Reverse Swoosh. Das macht den Schuh designmäßig einfach zu etwas Besonderem. Toll finde ich auch die Storytelling-Elemente, die man hier (unauffällig) implementiert hat. Interessant ist vielleicht auch, dass er seit dem Release fast im Monatstakt in neuen Colorways erscheint. Nachdem er bereits seit Juli erhältlich ist, gibt es dementsprechend viele Farbvariationen wie den "All Bros", den "Coming to America", den "Roses" oder eben den "Greece", für den ich mich entschieden habe. Geplant sind sogar noch weitere Versionen. Unterm Strich ein toll aussehender Basketballschuh, den ich von der Optik her mit keinem anderen vergleichen könnte. Doch nicht nur mit seinem Aussehen, sondern auch mit seiner Konzipierung als Leichtgewicht kann der Schuh überzeugen. Er kommt lediglich auf 344 g. Superleicht!

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Materials

Premium Materials findet man beim ANTETOKOUNMPO-Sneaker nicht. Jedoch gibt es zwei Material-Varianten zwischen denen man wählen kann. Zum einen gibt es ein grobmaschiges Mesh und zum anderen ein sehr feines, glattes Mesh (z.B. beim "Greece" oder beim "Coming to America"). Im Dunk Shop hatte ich die Gelegenheit beide zu testen und kann eine klare Empfehlung für das feine Mesh aussprechen. Schon bei der Anprobe merkt man den Unterschied. Während sich die feinere Version sofort an den Fuß anpasst und schlichtweg angenehmer ist, bleibt die andere Variante an vielen Stellen einfach zu stiff und unflexibel. Das ist zwar nicht direkt unangenehm, hat man aber beide Versionen am Fuß, kann man definitiv einen Gewinner bestimmen. Was die Materials angeht, bietet der Schuh eigentlich kaum irgendwelche weiteren Highlights.


Traktion

Auch die Sohle gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Eine Ausarbeitung im solid Rubber und eine solid/translucent Variante. Da translucent im Bezug auf den Grip und die Durability oft Hit or Miss sein kann, hab ich mich für den "Greece" und seine solid Outsole entschieden. Im Vorfeld habe ich außerdem recht durchwachsenes Feedback für die solid/translucent Kombination gelesen, weshalb ich neugierig auf die "normale" Version war. Probleme hatte ich mit dem Schuh im Bezug auf die Traktion keine. Es war jetzt zwar kein unwiderstehlicher Wahnsinnshalt, bei dem man denkt förmlich an der Stelle zu kleben, aber es gab auch kein großartiges Weg- oder Ausrutschen. In dieser Hinsicht also absolut solide Traktion, die sich mit etwas Break-In Time dann noch etwas verbesserte. Einen Pluspunkt bekommt die Outsole außerdem für das Pattern. Darin hat sich bei mir jetzt nicht übermäßig viel Staub angesammelt.


Dämpfung

Solide zieht sich als Hauptbeschreibungsmerkmal wie ein roter Faden durch dieses Review. Denn auch bei der Dämpfung gibt es weder wesentliche Highlights noch bemerkenswerte Schwächen. Technologisch hat man im Fersenbereich zwei Zoom-Units gestapelt untergebracht. Macht Sinn, Giannis ist ein Big Guy und wird im Hinblick auf die Impact Protection vielleicht in der Ferse mehr Dämpfung brauchen. Persönlich habe ich die Units beim Laufen nicht gespürt, sondern wirklich nur dann, wenn ich mich ganz bewusst auf die Fersen gestellt habe. Dass es aufeinander gelegte Zooms sind, hätte ich ebenfalls nicht wirklich fühlen können. Eventuell aufgrund des festeren Midsole-Foams. Aber keine Sorge, sie sind auf jeden Fall da und helfen bei der Impact Protection. Nur etwas schmal finde ich sie. Sie covern in der Breite nicht mal die gesamte Ferse. Vorne hat der Schuh keine Zoom-Unit und verlässt sich in puncto Cushioning voll und ganz auf das Foam. Das ist jetzt nicht unbedingt das weichste Setup und auch Bounce wird man keinen spüren. Jedoch ist es keineswegs unangenehm oder gar schmerzhaft. Und wer bei einem Schuh viel Wert auf Court Feel legt, den wird der Zoom Freak 1 auf jeden Fall ansprechen.


Fit

Beim Fit hat True to Size bei mir gut gepasst. Ich muss aber gleich sagen, dass es ein schmälerer Schuh ist und Leute mit einem breiteren Fuß vielleicht eine halbe Nummer hoch müssen. Bei Möglichkeit also unbedingt vor dem Kauf anprobieren! Der Schuh ist zu Beginn relativ snug. Es braucht ein bisschen Break-In Time bis der Sneaker gut passt und das Material an den richtigen Stellen weicher wird. Bringt man das hinter sich, fühlt er sich dann aber richtig gut an. Vor allem das Padding im Fersenbereich sorgt für guten Tragekomfort.


Support

Hier gibt es mehrere Elemente, die in der Kombination für guten Support sorgen. Es beginnt mit dem Fit und der ist wie oben beschrieben, nach ein paar Sessions wirklich gut. Vorne sorgt das Lacing System mit den vier Straps zusätzlich dafür, dass der Fuß auf dem Fußbett bleibt ohne einzuschnüren. Für Heel Containment sorgt das Padding und tatsächlich auch das überdimensionierte Swoosh, welches als Heel Counter fungiert. Für lateralen Support sorgen dann etwa die flache Base und der leichte Outrigger. Auch das unelastische Upper soll verhindern, dass man seitlich über die Kanten des Schuhs rutscht. Wenn es also darum geht, dass der Fuß in der richtigen Position bleibt, macht der Schuh vieles richtig. Für wen beim Support auch Ankle Padding eine Rolle spielt, der hat es hier zwar mit einem relativ flachen Schuh zu tun, dieser geht bei mir aber trotzdem bis zum Knöchel und umfasst diesen auch vollständig.

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Score & Fazit

Was kann man über den ANTETOKOUNMPO sagen? Ein sehr solider Performance Shoe in einer vernünftigen Price Range. Mit einem Preis von EUR 120,- ist der Schuh auf jeden Fall gut positioniert. Klar, wie oben beschrieben, bleiben Premium Materials oder technologische Highlights im Cushioning aus. Trotzdem hat er seine Vorzüge. Nicht zuletzt durch die tolle Optik und die vielen Colorways. Ich denke aber, dass vor allem Guards oder auch leichtere Wings, das Court Feel schätzen werden. Wer aber einen Schuh sucht, bei dem man spürt wie die Dämpfung bei jedem Schritt arbeitet, für den ist der Zoom Freak 1 nicht der Richtige. Auch bei der Wahl des Colorways würde ich definitiv eine Variante mit feinem Mesh wählen. Ingesamt hatte ich aber einen tollen Eindruck von dem Schuh und bewerte ihn mit 7/10 Punkten. Ein toller Einstieg in die Signature-Serie des Greek Freak und meiner Meinung nach aktuell eine Top-Alternative im hart umkämpften mittleren Preissegment.


Scorecard



Feedback

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Zoom Freak 1 gemacht? Wäre sehr an euren Erfahrungsberichten interessiert. Hinterlasst bei Gelegenheit unten einfach einen Kommentar!

Ray Singca

Co-Founder, Vereinsobmann und Guard bei den Vienna Paladins.

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