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Performance Review: Air Jordan XXXIV

Beitrag wurde erstellt am Montag, 14. Oktober 2019
Autor: Ray Singca | Equipment

 

Mit dem Start der neuen Saison findet sich nun auch ein Neuzugang in meinem Sneaker-Arsenal. Für den Dunk Shop Austria durfte ich in den vergangenen Wochen den Air Jordan XXXIV in der "Blue Void"-Version testen und nun hier im Paladins Blog vorstellen. Los geht's!


Design

Bildquelle: Nike.com (2019)


Auf den ersten Blick sticht einem sofort das Loch mitten in der Midsole ins Auge. Dieses kündigt auch gleichzeitig die Eclipse Plate, das technologische Highlight dieses Schuhs, an. Designmäßig hat man sich bei diesem Modell außerdem für ein teilweise transparentes Upper entschieden. Zusammen mit dem Colorway und der simplen Silhouette, erzielt das neue Jordan-Flagship einen erfrischenden, zeitgemäßen Look. Top! Interessant ist auch der etwas unkonventionelle Aufbau. Den Mittelpunkt bildet dabei der einzig wirklich massive Teil, der Heel Counter. Um den herum wurde der Schuh dann quasi konstruiert. Das überraschendste ist für mich dann aber, dass der Schuh trotz des eher wuchtigeren Looks gerade mal auf 368 g kommt. Gewichtsmäßig liegt das knapp über dem Air Jordan XX9 (365 g), der meiner Meinung nach der beste Jordan Performance Shoe der letzten Jahre war. Unterm Strich ein interessanter Basketballschuh, den es noch in anderen Farbvariationen geben wird. Versionen in "Bred", "Amber Rise", "Snow Leopard" oder auch "Eclipse" wurden bspw. bereits angekündigt und teilweise auch schon released.


Materials

Entschieden hat man sich hier für einen Mix aus ultraleichten, atmungsaktiven Materialien. Angefangen beim äußeren Layer, der aus einer Art dünnem Mesh besteht, wodurch sich auch die oben angesprochene Teiltransparenz ergibt. Da diese Schicht superdünn ist, wurde sie beim Übergang zur Midsole mit Fuse verstärkt, was das Einreißen an diesen Stellen verhindern soll. Darunter zieht sich vom Midfoot bis hin zum Forefoot ein Layer aus superleichtem Performance Woven, der kaum nachgibt und dem Schuh erst die gewünschte Struktur und Stabilität verleiht. Premium Materials wie Leder findet man hier nicht. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass es sich hierbei um einen Performance Shoe handelt, wodurch ich die Materialauswahl sehr gelungen finde. Ultraleicht und trotzdem stabil.


Traktion

Bei der Outsole griff man auf das altbewährte Herringbone Traction Pattern zurück und dieses liefert in Kombination mit dem hier verwendeten Rubber Compound bemerkenswert ab. Besonders gut finde ich, dass man das Muster über die ganze Fläche gezogen hat. Gut so! Zu keiner Sekunde hatte ich das Gefühl nicht dann und dort zum Stoppen zu kommen, wo ich es gerne möchte. Auch bei Richtungswechseln und Cuts erlaubte mir der Schuh exakte Breaks zu machen, um daraus wieder explosiv heraus zu beschleunigen. Und auch nach zwei Wochen ließ dieses Gefühl nicht nach und die Sohle schien relativ robust zu sein und wies auch keine wesentlichen Abnutzungen auf.

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Dämpfung

ZOOM! Während das Jordan Brand sowohl hinten als auch vorne Zoom-Units untergebracht hat, finde ich vor allem die Dämpfung unter dem Ballen sehr eindrucksvoll. Klar, auch im hinteren Bereich spürt man die Unit. Vor allem dann, wenn es um Impact Protection geht, sorgt das Setup dafür, dass man gut landet und stabil bleibt. Sonst muss ich aber sagen, dass ich das hintere Zoom kaum bewusst wahrgenommen habe. Ganz anders aber vorne. Bei Schritten wo man hart auf den Vorderfuß steigt (First Steps, Richtungswechsel, Sprints, etc.) spürt man den Bounce erst so richtig. Und das, ohne viel von der Stabilität oder vom Court Feel einbüßen zu müssen. Denn trotz der großflächigen Zoom-Unit, bleibt man relativ nah am Boden, was mir persönlich wichtig ist. Tolle Ausführung des Zoom-Setups, das bemerkbar, aber nicht zu weich ist und dadurch responsive bleibt. Gemeinsam mit der oben beschriebenen Traktion eine sehr starke Kombination!


Fit

True to Size hat bei mir gut gepasst. Hatte nie das Gefühl, dass sich der Schuh trotz der dünnen Materialien eventuell zu locker anfühlen würde. Dafür sorgt auch das Lacing System, welches den Fuß in den Heel Counter drückt und dort auch gut fixiert. Generell hat es dann aber schon ein, zwei Sessions gedauert, bis sich der Schuh dann auch überall gut angefühlt hat. Es hat anfangs ein paar (leichte) Druckstellen im äußeren Bereich des Vorfußes gegeben, was mit der Zeit aber besser wurde. Hier würde ich also vielleicht etwas Break-In Time einrechnen.


Support

Auch bei meinem dritten Performance Review kann ich es nur wiederholen. Was für guten Support entscheidend ist, ist dass der Fuß im Fußbett bleibt. Das hat also vor allem bei den modernen Sneakers nicht mehr viel mit Low-, Mid- oder High-Cut zu tun. Ein wesentliches Element dafür ist der Heel Counter. Wie oben schon erwähnt, ist das der einzige wirklich massive Teil des Uppers. Umso wichtiger ist es, dass die Ferse gut darin integriert wird und bei jeglichen Bewegungen darin fixiert bleibt. Und das macht der Schuh ganz gut. Nicht zuletzt tragen auch das Performance Woven, der leichte Outrigger und Kleinigkeiten wie die kleine Kunstoffplatte am äußeren Vorderfuß zur Stabilität bei und sorgen dafür, dass der Fuß dort bleibt, wo er hingehört. Top! Eine Kleinigkeit, die mich aber tatsächlich gestört hat war der Collar, der mir bei den Knöcheln einfach zu dünn war und kaum einen spürbaren Widerstand geleistet hat. Stört prinzipiell nicht, wenn es um den Ankle Support geht. Ist aber wohl Geschmackssache und persönlich präferiere ich da einfach mehr Material und etwas mehr Gegendruck.

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Score & Fazit

Toller Sneaker aber gleich vorweg, er kommt auf einen stolzen Preis von EUR 185,- und befindet sich wie für einen Flagship-Jordan eben üblich, direkt im oberen Preissegment. Umso mehr habe ich nach jeder Session geschaut, ob die teilweise ultradünnen Materialien auch standhielten und das taten sie. Mit der Materialauswahl hat es Nike auf jeden Fall geschafft das angekündigte Ziel der Weight Reduction zu erreichen. Auch den zweiten Punkt, bessere Traktion, kann man abhaken. Da macht der Schuh einen sehr guten Job. Nach den Jordan Brand Experimenten der letzten Jahre, hat man sich hier auf ein minimalistischeres Design konzentriert, welches vollkommen abliefert. Trotzdem gibt es von mir einen kleinen Punkteabzug. Zum einen für das Pricing. Klar, es ist ein Jordan. Aber es gibt auch andere Performer, die hier mithalten können und preislich darunter angesiedelt sind. Zum anderen leider wegen des Builds. Ich weiß, das trägt nicht wirklich entscheidend zum Ankle Support bei. Wenn es aber schon einen Collar gibt, dann hätt ich mir da etwas mehr Material gewünscht. Das Fuse und das Mesh um den Knöchel ist mir persönlich etwas zu wenig. Von mir gibt's daher 8/10 Punkten. Unterm Strich aber ein toller Performer, mit dem es sehr viel Spaß gemacht hat zu spielen.


Scorecard



Feedback

Wie waren eure Erfahrungen mit diesem Schuh? Für welchen Colorway habt ihr euch entschieden? Welchen Score würdet ihr dem neuen Jordan geben? Hinterlasst euer Feedback gerne unten in den Kommentaren!

Ray Singca

Co-Founder, Vereinsobmann und Guard bei den Vienna Paladins.

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