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FOR THREE Sublimationsteamwear
Beitrag wurde erstellt am Montag, 5. August 2019
Autor: Ray Singca |
Equipment
Bereits im Frühjahr 2017 haben wir uns mit Max TESCHEMACHER & Co. zusammengeschlossen und die Vereinskollektion der Vienna Paladins zusammengestellt. Nachdem das bestens geklappt hat, wagten wir uns im Herbst 2018 dann an das Ausrüstungsherzstück heran und kreierten gemeinsam die neue Generation der On-Court Teamwear des Clubs.
Status Quo

Gewöhnlich haben wir die gesamte Teamwear-Linie stets auf den Philippinen produzieren lassen. Und das aus zwei einfachen Gründen. Die geringeren Herstellkosten bei sehr hoher Qualität (dafür kommen Zollgebühren hinzu, was die Gesamtkosten eigentlich nur noch unwesentlich geringer machen) und die Gestaltungsmöglichkeiten des Trikots. Letzteres war uns von Anfang an ein großes Anliegen, da wir nicht auf Standardware zurückgreifen, sondern jedes Trikot selbst entwerfen wollten. So entstand jedes Jersey vom Original über das Blackout bis hin zum 5th Anniversary auf den "Zeichenbrettern" von Philipp (GÄRTNER) oder mir. Und da uns das bereits im ersten Jahr besonders wichtig war, war die Suche nach einem europäischen Produzenten zu vernünftigen Preisen damals eigentlich relativ aussichtslos. Wenn, fanden sich nur ein paar Marken, die lediglich innerhalb eines bestimmten Rahmens "freies Customizing" anboten. Das beschränkte sich oft auf ein paar Trikotfarben, einige wenige Schriftarten und auf vorgegebene Bereiche, in denen man Logos oder andere Graphiken unterbringen durfte. Unterm Strich war das dann nicht das, was wir suchten und weit weg von dem, was wir unter "Customizing" verstehen würden. Also ging der Auftrag auf die Philippinen. Erst als das Sublimationsverfahren und damit auch die freie Hand beim Designen merklich öfter sowohl dort als auch hier in Europa angeboten wurde, begannen wir uns nach Alternativen umzusehen und stießen dabei auf die Münchner.
Prozess

Zugegeben, es war schon einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, damit wir von unseren bisherigen Herstellern zu FOR THREE wechseln. Wir waren mit den philippinischen Produzenten stets zufrieden und haben soweit auch immer tolle Endprodukte erhalten. Ausschlaggebend war aber, dass Max und sein Team uns von der ersten Anfrage bis zum vollendeten Produkt toll unterstützt haben und unsere Entwürfe ohne Abstriche umsetzen konnten. Besonders hilfreich war für uns auch, dass wir Muster in verschiedenen Größen bekommen hatten, sodass wir uns von der Qualität und den Schnitten überzeugen konnten. Danach nahm alles seinen Lauf. Wir erstellten, wie immer selbst gezeichnet, unsere ersten Entwürfe, digitalisierten diese und sendeten sie an FOR THREE. Spätestens einen Tag später bekamen wir Feedback und eine Liste an benötigten Inputs (bspw. Vektorgraphiken). Das Münchner Team erstellt auf dieser Basis dann eine Mustergraphik. Darauf folgt die Freigabe und rund sechs Wochen später sind die Trikots auch schon im Haus. Eigentlich ein sehr einfacher Prozess, bei dem man aber hervorheben muss, dass die Kommunikation mit FOR THREE ausgezeichnet war und allein das, alles vereinfachte. Kleine Schwierigkeiten gab es nur bei der Wahl der Farbtöne. Da hilft es, wenn man etwas Erfahrung mit Pantone hat. Hatten wir nicht , weshalb sich auch in der Vergangenheit der Orangeton immer leicht unterschieden hat. Mit FOR THREE wurde jetzt aber ein Ton festgelegt, wodurch auch zukünftige Sets im selben Farbkonzept erstellt werden können. Nach sieben Jahren wurde das aber auch Zeit
. Was außerdem für die Münchner gesprochen hat, war die einfache Nachbestellung von Trikots, was Übersee nach einer bestimmten Frist nicht mehr möglich war.
Technik

Laienhaft beschrieben, werden bei dieser Technik weiße Stoffbahnen bedruckt. Dabei nehmen die Fasern die Farben auf. Erst dann wird der Stoff zugeschnitten und vernäht. Dadurch wird Farbechtheit gewährleistet, die über die gesamte Lebensdauer des Kleidungsstücks nicht verbleicht. Man geht mit diesem Druckverfahren also weg von zusätzlich aufgedruckten Namen, Zahlen, Logos oder aufgenähten Patches. Durch die direkte Integration dieser Elemente in den Stoff, erreicht man erst die eigentliche Atmungsaktivität des Trikots, verhindert das Abblättern dieser Elemente beim Waschen und erhält ein superleichtes Game Jersey.
Material

Seit der Gründung der Paladins wurde mit verschiedenen Fabrics experimentiert, von denen sich einige besser bewährt haben als andere. Während dieser Zeit haben sich atmungsaktive Stoffe frei nach dem Vorbild von Dri-FIT, Climalite und Co. aber deutlich durchgesetzt. Und auch FOR THREE geht diesem Trend nach und arbeitet mit sehr leichtem Mesh, welches sowohl durch besondere Leuchtkraft als auch durch besondere Strapazierfähigkeit überzeugt, um so den Anforderungen eines Basketballspiels gerecht zu werden.
Design

Frei wählbar und das ohne Einschränkungen. Genau das haben wir gesucht. Denn ein Trikot ist nicht nur ein Markierungshemd, sondern kann auch die einzigartige Story eines Clubs erzählen. Klar, die Farbe und die Logos werden immer das Auffälligste sein. Doch die Details runden ein Design erst richtig ab und lassen das Trikot zum Stroyteller werden. Besonders mit dem Sublimationsdruckverfahren bietet sich das eigentlich förmlich an. Natürlich funktioniert der Aufdruck auch per Flex oder Flock. Erfahrungsgemäß haben wir aber gesehen, dass man da schnell auf Limitierungen trifft und sich die Kosten rasch erhöhen, was das Anbringen von weiteren Details dann einfach unattraktiv macht. Per Sublimation konnten mit dem Roots und dem Homage etwa zwei Jerseys kreiert werden, die mit ihrem Design ein Stück der Club-Historie abbilden, was natürlich einen tollen Bonus darstellt.
Fazit

Das Wichtigste zuerst. Wenn es um die Performance geht, sind die Sublimationstrikots von FOR THREE qualitativ weit vorne anzusiedeln. Sie sind widerstandsfähig und halten die Strapazen des Basketballsports leicht aus. Darüber hinaus ist es mit Abstand das leichteste Trikot in dem ich jemals gespielt habe. Besonders gefällt mir an diesem Produkt aber, dass einem designmäßig keine Grenzen gesetzt werden und sich die Kosten mit mehr Details auch nicht ändern, was für mich den Storytelling-Aspekt stark hervorhebt und es deutlich von bedruckten Standardwaren abgrenzt. Perfekt für mehr Individualität im Design!